Als Mama stark sein in schwachen Momenten – tu das, wenn dir die Luft ausgeht!

Als Mama stark sein in schwachen Momenten – tu das, wenn dir die Luft ausgeht!

Wir alle haben in unserer Persönlichkeit und damit natürlich auch in unserem Alltag als Mama mehr als nur eine Facette. Wir tragen so viele unterschiedliche Anteile in uns. Einige davon spüren wir sehr oft sehr deutlich, vielleicht sind sie uns sogar durchaus bewusst. Oft sind das innere Antreiber und Kritiker. Die halten uns ziemlich auf Trab und lösen nicht so sonderlich angenehme Gefühle aus – doch haben oder hatten auch sie eine Funktion in unserem Leben.

Sorgen, Panik, Katastrophen

Dann gibt es zudem noch einen Anteil in vielen von uns, der zu Sorgen, Furcht, ja, vielleicht sogar zu Panik und zum Katastrophisieren neigt. Das geschieht gerne dann, wenn wir es gar nicht so gut gebrauchen können. Nämlich dann, wenn wir eh geschwächt sind. Wenn wir übermüdet sind und gerade total viel los ist in unserem Leben und Dinge wie Auftanken, genug Schlaf und Achtsamkeit echt zu kurz kommen. Dann werden alte Muster stark.

Dann neigen wir dazu, mit weichen Knien in den Abgrund zu blicken, vor dem wir stehen. Dann gucken wir nach unten in die Tiefe, unsere Phantasie dreht so richtig auf und wir denken schnell daran, was jetzt noch alles schief gehen kann: Wenn ich noch eine Nacht sooft geweckt werde, flippe ich aus. Wenn die Kinder jetzt noch krank werden, geht hier gar nichts mehr. Wenn ich jetzt auch noch eine Erkältung bekommen, bricht alles zusammen.

Unser Kopf rauscht voll in eine katastrophale Zukunft, die so noch gar nicht eingetreten ist und tut uns damit keinen sonderlichen Gefallen. Denn das stresst uns noch mehr. Wir kriegen Herzrasen, der Magen krampft sich zusammen, Adrenalin und Cortisol rauschen durch unsere Blutbahn und der Atem wird ganz flach vor lauter Anspannung. Es passiert so schnell und ist leider total kontraproduktiv. Weil es uns zusätzlich schwächt.

Eine andere Perspektive einnehmen

Warum wir das tun? Weil wir gerade keine bessere Alternative zur Hand haben. Aber das muss nicht so bleiben. Denn wir können uns bewusst dazu entscheiden, eine andere Perspektive einzunehmen, indem wir unseren Fokus auf unsere Ressourcen richten, auf das, was gerade funktioniert, auf das, was gut ist in unserem Leben, auf das, was wir kontrollieren können.

Mit jedem Mal, wenn diese konstruktive Haltung einnehmen, stärken wir unsere inneren Ressourcen wie einen Muskel und irgendwann blicken wir automatisch nicht mehr nur in den Abgrund, sondern vor allem nach oben, um einen Weg zu finden.

Stärkende Anteile in uns

Denn wir alle tragen auch stärkende Anteile in uns, die wir lauter werden lassen dürfen. Denen wir mehr Gehör schenken dürfen. Denen wir gezielt noch stärkere Kollegen an die Seite stellen können – innere Freundinnen, mütterliche (oder väterliche) Figuren, die uns Mut und Liebe zusprechen – du kannst wählen, wen du in dein inneres Team holt und wer dir in dem Geiste in harten Zeit zur Seite steht und dich daran erinnert, nicht in den Abgrund sondern auf Möglichkeiten und Ressourcen zu blicken.

Wenn du am Abgrund stehst…

…achte auf eine tiefe und regelmäßige Atmung.

…sieh nicht auf das Schlimme, sondern konzentriere dich auf das Gute.

…vergegenwärtige dir immer, dass es meistens nicht so dramatisch kommt, wie dein innerer Panikmacher dir gerade weismachen will.

…verurteile die inneren Anteile in dir nicht, die dich manchmal schwächen und unter Druck setzen. Sie alle wollen eigentlich etwas Gutes für dich.

Höre dir im Podcast an, was du tun kannst, wenn dir die Luft ausgeht.

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